Plasmaschweißer Jobangebote
Maßgebende Arbeitsbereiche sind für den Plasma-Schweißer u. a. die Raumfahrtechnik, Apparate-, Behälter- und Rohrleitungsbau, da diese Technik durch Unkenntnis noch nicht sehr oft zur Anwendung kommt. Dabei birgt diese Zusatzausbildung des Plasma-Schweißens besondere Vorteile für den Schweißer. Er ist in der Lage, schon Material ab 0,1 mm zu verbinden, da der Werkstoff sich dabei kaum verflüssigt und sich sehr schnell zusammenfügt. Ab einer Blechdicke von 3 mm, einlagig sogar bis 10 mm, wird hauptsächlich das Plasma-Stichloch und Schlüsselloch-Schweißen angewendet.
Die besonderen Fertigkeiten
Ein Plasma-Schweißer beherrscht u. a. die Mikroschweißtechnik, die keine oder nur sehr geringfügige Nachbearbeitungen, wie z. B. Nahtüberhöhungen, erfordert, was sich als vorteilhaft, durch die hohe Leistungsdichte, beim Schweißen von Aluminium, Kupfer, Gold und Silber erweist. Dabei wird der Pilotlichtbogen mit ionisiertem Argon gezündet, der mit einem Gasgemisch-Mantel aus Argon und Wasserstoff stabilisiert wird, um die Schmelze vor dem Oxidieren zu schützen. Um dies präzise auszuführen, braucht ein Plasma-Schweißer eine ruhige Hand und ein gutes Augenmaß.
Die Ausbildung in der Plasmaschweißtechnik erfolgt während der 3 ½-jährigen Ausbildung in einem Metall verarbeitenden Betrieb, vorzugsweise als Konstruktionsmechaniker/in. Je nachdem, welche Schweißtechnik den Vorrang hat, wird der Schwerpunkt auf die schweißtechnische Ausbildung verlagert. Neben der Hauptausbildung werden auch alle gängigen Schweißtechniken vermittelt. Den Anfang bildet das Brennschneiden von Hand, der Grundlage für alle anderen Arten des Schweißens, wobei die Verarbeitung von allgemeinen Bau-und Feinkornstählen mit in diese Fachrichtung eingeschlossen ist. Voraussetzung sind die Kenntnisse in der Metallbearbeitung, wie das Ausrichten und Spannen von Werkzeugen und Werkstücken, Schweißen, Fügen, Umformen und Schleifen. Erst im letzten halben Ausbildungsjahr wird dann die Spezialisierung zum Plasmaschweißer intensiviert.