MIG Schweißer

MIG-Schweißen mit inerten Gasen

Beim Metallinertgasschweißen wird Edelgas Argon verwendet

Üblicherweise haben MIG-Schweißer ihr Aufgabengebiet im Apparate- und Anlagenbau sowie beim Bau von Schienenfahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen, da MIG-Schweißen am besten für alle Nichteisenmetalle geeignet ist. Jedoch auch für hoch- und niedrig legierte Stähle. Der Schweißer kann dabei das Gerät universell einsetzen, da es unabhängig von der Lage ist, d. h., oft bei industrieller Anwendung zum Zusammenfügen besonders langer Nähte. Dabei wird ein Schweißdraht mit einem Vorschubgerät ständig nachgeschoben, während der Lichtbogen, der zwischen Draht und Werkstück brennt, dafür sorgt, dass der Metalldraht schmilzt und so die Nahtstelle verschließt.

Bei dem MIG-Schweißen (Metallschweißen mit inerten Gasen, EN ISO 4063: Prozess 131) handelt es sich um eine spezielle Variante des teilmechanischen Metallschutzgasschweißens (MSG). Es ist ein sogenanntes Lichtbogenschweißverfahren, bei welchem der abschmelzende Schweißdraht mittels eines Motors mit veränderbarer Geschwindigkeit fortlaufend nachgeführt wird. Die üblichen Schweißdrahtdurchmesser sind bei einer Größe von 0,8 und 1,2 mm (seltener bei einer Größe von 1,6 mm). Synchron mit dem Drahtvorschub wird an der Schweißstelle durch eine Düse mit ca. 10 l/min das Schutzgas (Faustformel: pro mm Schweißdrahtdurchmesser 10 l/min Schutzgas-Volumenstrom) zugeführt. Dieses Gas hat die Aufgabe, das flüssige Metall am Lichtbogen vor Oxidation zu schützen, welche eine Schweißnaht schwächen würde. Bei dem Metallinertgasschweißen (MIG) wird das Edelgas Argon verwendet, seltener findet daneben das teure Edelgas Helium Verwendung. Das MIG-Verfahren wird im Besonderen bei Aluminiumlegierungen und hoch legierten Stählen eingesetzt.

Wahlweise ist es beim Metallschutzgasschweißen auch möglich Fülldrähte, die auch Röhrchendrähte genannt werden, einzusetzen. Solche Fülldrähte sind mit Schlackebildnern und gegebenenfalls Legierungszusätzen in ihrem Inneren versehen. Sie haben denselben Zweck wie die Umhüllungen bei den Stabelektroden. Zum einen tragen sie die Inhaltsstoffe für das Schweißvolumen bei, zum anderen erzeugen sie eine Schlacke direkt auf der Oberfläche der Schweißraupe und schützt die neu entstandene Naht vor Oxidation. Dies ist insbesondere bei dem Schweißen von Edelstählen von Bedeutung, da hier eine Oxidation, ein „Anlaufen der Naht“ nachdem der Brenner weitergeführt wurde und damit auch die Schutzgasglocke weitergeführt wurde, verhindert werden muss.

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