Die Voraussetzung, um als Gasschweißer/Autogenschweißer zu arbeiten, bringt mit, wer eine spezielle Zusatzausbildung erworben hat, da hinreichende Kenntnisse vorhanden sein müssen.
Dabei ist nicht nur die Anwendung der Technik erforderlich, sondern auch umfangreiche Kenntnisse in der Unfallverhütung bzw. Vorsorge beim Gasschweißen. Die Gefahrenquellen sind nicht
zu unterschätzen, wenn z. B. eine Gasflasche umfällt, eine Flamme zurückschlägt, der Schlauch platzt, es kann zu Vergiftungen kommen, zu einer Blendung, zu einer Verpuffung oder, im
schlimmsten Fall, zu einer Explosion, was alles zu schweren Folgen für die Betroffenen führen kann.
Der Gasschweißer/Autogenschweißer muss ein großes Verantwortungsgefühl besitzen und umsichtig arbeiten können, d. h., es muss ein ausreichendes Wissen der Materie vorhanden sein, was
Sicherheit und Gesundheitsschutz betrifft. Dazu gehört natürlich auch die Anwendung des Schweißgerätes und Arbeiten, die nur mittelbar mit dem Schweißen zu tun haben, wie z. B. die anderen
Arbeitsplätze in der Umgebung des Schweißers, für deren Sicherheit muss auch gesorgt sein.
Die Autogentechnik beruht auf der Ausnutzung der in den Brenngasen enthaltenen Energien, was wiederum die Verwendung hoch entwickelter Geräte durch den Gasschweißer bedingt. Dabei müssen die
auftretenden Gefahrenquellen behandelt und für deren Verhütung geachtet werden. Da meist Acetylen als Brenngas verwendet wird und um den hohen Energiegehalt auszunutzen sowie hohe Flammenleistung
und hohe Verbrennungstemperaturen zu erreichen, wird zusätzlich Sauerstoff hinzugefügt, d. h., es muss vom Gasschweißer das richtige Verhältnis bestimmt werden, denn diese Gemische, in nahezu
jedem Mischverhältnis, von Acetylen und Luft oder Sauerstoff können sich leicht entzünden und explodieren. Dies kann schon bei ziemlich niedrigen Temperaturen, von etwa 305 °C, passieren.
Schon ein herunterfallender eiserner Gegenstand oder nur ein aus der Tasche fallendes Feuerzeug kann dies allein schon durch Funken auslösen.